Vereinsgeschichte

Unsere Chronik | Die Geschichte des Segelflugzentrums

von Jürgen Wördehoff

Gründung der Fluggruppe Entwicklungsrind Süd e.V. am 5.Februar durch Mitarbeiter der Firmen Heinkel, Messerschmitt und Bölkow, die zur Entwicklung des Senkrechstarters VJ 101 in die Arbeitsgemeinschaft EWR abgestellt werden. Die Mitgliederliste umfasst 49 Namen, erster gewählter Vorsitzender ist Günther Jörg. Messerschmitt stellt einen Rohbau des Schulflugzeugs Schleicher Ka 7 zur Verfügung, der im EWR-Musterbau im Deutschen Museum fertig gestellt wird, Kennzeichen D-1680. Heinkel spendet den Übungs-Einsitzer Ka 8b, Kennzeichen D-1679, der heute noch in Betrieb ist. Heinz Kaulartz macht seine Ausbildung zum Segelfluglehrer.

Erster Flugbetrieb auf dem ehemaligen Messerschmitt-Flugplatz in Augsburg-Haunstetten. Da die Ka 7 noch nicht fertig ist –Erstflüge dauerten damals schon etwas länger- stellt die FSG Messerschmitt ihren Bergfalken zu Einweisungsflügen zur Verfügung, damit die Lizenzinhaber der EWR-Fluggruppe die Ka 8 fliegen konnten. Im Mai macht die Ka 7 ihren ersten Start. Heinkel stellt für die Fahrten zum Flugplatz einen VW-Bus einschließlich Tankgutschein zur Verfügung. Das erste Fluglager wird am heutigen Flugplatz Aalen-Elchingen durchgeführt. In Manching werden erste Probestarts durchgeführt. Fluglehrer? Flugschüler?

 

Bölkow spendet die Ka 6CR D-1767, damals das Beste am Markt. Die Flächen werden mit Microballon-Spachtel und Glasseide bei den Fliegern der Eisenbahner in Freimann aufwendig hergerichtet. Wolfgang Kurz macht seine Ausbildung zum Segelfluglehrer. Teilnahme am Segelflugwettbewerb in Eichstätt und Fluglager in Kufstein.

 

Der Flugbetrieb in Manching auf dem Grünstreifen neben der Südbahn wird aufgenommen. Es gibt keine Unterstellmöglichkeit, Auf- und Abrüsten ist an der Tagesordnung. Eine Werkstatt kann in der EWR-Zweigstelle Landwehrstraße eingerichtet werden. Der EWR spendet ein Motorflugzeug, eine gebrauchte Klemm 107B D-EJEK. Die Firmen wissen zu schätzen, dass sie luftsportbegeisterte Mitarbeiter haben. Heinz Kaulartz nimmt mit der Ka 6 an der ersten bayerischen Segelflugmeisterschaft in Roth bei Nürnberg teil. Ein Fluglager auf dem Klippeneck mit Einweisungen im Flugzeugschlepp in Donaueschingen wird durchgeführt. Zum ersten Mal geht es zum Fluglager in Aigen/Steiermark.

Motorflugschulung mit Klemm 107. Fluglehrer Dieter Neef und Wilhelm Pöhlmann. Fluglager in Aigen und Unterwössen.

Der Verein kauft das erste Kunststoff-Segelflugzeug, den Bölkow Phoebus D-1308. Der Zugang zum Militärflugplatz Manching wird zunehmend schwieriger, für nicht- Firmenangehörige schließlich unmöglich. Ausweichplätze sind Unterwössen, Prien, Eichstätt, dann als Gast des BLVM auf dem Oberwiesenfeld.

 

 

Die Schließung des Oberwiesenfelds wegen der Olympiabauten zeichnet sich ab, der Fernsehturm wächst schon in die Höhe. Die Suche nach Ersatzflugplatz beginnt. Als zweites Motorflugzeug wird die Falco F8L D-EKHU gekauft.

Am 18.August wird die Klemm 107 nachts aus dem Hangar am Oberwiesenfeld gestohlen und beim Startversuch zerstört. Als Ersatz wird die Cessna 172 D-EFOP gekauft und zum F-Schlepp zugelassen (Rumpfverstärkung).

Der Schulungsdoppelsitzer Ka 7 wird beim Fluglager in Ingolstadt/ Etting am Boden durch Fremdeinwirkung zerstört.

Der Verein wird am 22.Januar mit allen Rechten und Pflichten in die Haltergemeinschaft und die Segelflugplatzgemeinschaft Königsdorf aufgenommen. Die Falco wird verkauft, um die 40.000 DM Aufnahmegebühr aufzubringen. Die ersten Meisterschaften werden in Königsdorf durchgeführt, Teilnehmer sind Wolfgang Kroll mit Ka 6 und Jürgen Wördehoff mit Ka 8. Die SGI gewährt in ihrer neuen Halle Unterstellmöglichkeit für unsere Flugzeuge. Heinz Kaulartz wird zum Vorsitzenden der Haltergemeinschaft gewählt. Als Ersatz für die Ka 7 wird eine ASK-13 als Schulflugzeug beschafft.

In Königsdorf wird unsere Flugzeughalle gebaut. Baubeginn im Juli, und im November sind das Dach drauf und die Tore zu. Viel Schwarzarbeit und eine Menge Eigenleistung sind dafür erforderlich. Zehn Jahre nach der Vereinsgründung haben wir ein eigenes Dach über dem Kopf, aber keinen Aufenthaltsraum und keine sanitären Anlagen. Die restlichen Flugzeuge können aus Manching überführt werden.

Kauf der neuen BO 209 Monsun D-EBPC und des gebrauchten Motorseglers Scheibe SF 25B D-KAPD, letzterer erworben aus Vorauszahlungen der Mitglieder. Erstmalig wird ein Flugplatzfest in der neuen Halle durchgeführt, eine Tradition, die bis heute Bestand hat. Wolfgang Kurz wird zum Hauptflugleiter der Haltergemeinschaft gewählt.

Kauf der zweiten Monsun D-EBOW aus Firmenbeständen, ein Vorführflugzeug. Vereinsmitglieder kaufen ein erstes Segelflugzeug im Privatbesitz (Std. Cirrus D-0954 der Haltergemeinschaft W.Morawski/ G.Turck/ P.Zander); weitere folgen.

Verkauf der Cessna 172. Peter Raab wird zum Geschäftsführer der Haltergemeinschaft gewählt. Der Verein kauft den Standard Cirrus D-2957.

Unsere Ka 6 wird bei Außenlandung bei Mittenwald schwer beschädigt, der Pilot nur leicht verletzt.

Als Ersatz für die Ka 6 wird die Club Libelle D-2447 gekauft.

Hans Glöckl ist ein souveräner Sportleiter der Bayerischen Segelflugmeisterschaften in Königsdorf.

Jürgen Wördehoff wird zum Vorstand der Segelflugplatzgemeinschaft gewählt. Hans Glöckl gewinnt deutsche Meisterschaft der Standardklasse. Wolfgang Kurz nimmt mit der Club Libelle an der deutschen Meisterschaft der Clubklasse teil.

 

ASK-13 und Phoebus werden verkauft, dafür ein Twin Astir D-3953 und LS 3a D-3927 beschafft. Hans Glöckl wird in Rieti italienischer Meister.

Hans Glöckl gewinnt zum zweiten Mal die deutsche Meisterschaft. Mitglieder des Vereins führen erste Segelfluglager in Frankreich durch.

Isolde Wördehoff nimmt an zum ersten Mal an einer deutschen Segelflugmeisterschaft der Damen (Mengen) teil, vier weitere Teilnahmen folgen. Als Schleppflugzeug wird eine gebrauchte DR 400 Remorquer wird gekauft.

Hans Glöckl wird zum dritten Mal Deutscher Meister der Standardklasse.

Die Mannschaft W.Morawski/ H.Kapfer/ J.Wördehoff gewinnt die Deutsche Meisterschaft im Streckensegelflug in der Offenen Klasse.

Der Twin Astir wird bei Außenlandung stark beschädigt, als Ersatz wird ein Twin II D-3567 gekauft.

Jürgen Wördehoff gewinnt Barron-Hilton der Clubklasse.

Kauf ASW 20 D-3428.

Große Frankreich/ Spanien- Tour mit Motorseglern: 4.000 km mit 45 PS.

Der Std. Cirrus und die Club Libelle werden verkauft und die ASW 24 D-1584 und der Discus D-5057 beschafft. Der Flugplatz wird an Strom, Wasser und das Kanalnetz angeschlossen; jetzt kann wieder über einen Hallenanbau nachgedacht werden (Bauverbot wegen des Wasserschutzgebietes).

1995 Errichtung des Hallenanbaus mit Aufenthaltsraum, Büro, Küche, sanitären Anlagen und Werkstatt aus Bürocontainern der Dasa. Jürgen Wördehoff wird zum Vorsitzenden der Haltergemeinschaft gewählt.

Innenausbau des Vereinsheims.

Der Motorsegler SF 25 B wird nach Frankreich verkauft und überführt und als Ersatz die gebrauchte Super Dimona D-KHRC beschafft.

Regelmäßige Mitwirkung bei Ferienpass- Aktion des Landkreises, Schülerfliegen der Königsdorfer Abschlußklassen und Waldbrand- Überwachungsflügen der Luftrettungsstaffel.

Kauf des gebrauchten Jeans Astir D-7588 für Schul- und Übungsflüge.

Nationalmannschaft der Damen bei uns zu Gast.

2006 Kauf Super Dimona D-KCHT vom BLVM.

2010 Wir sind 50! Bestand: ein Sechstel Anteil am Segelflugplatz, Flugzeughalle mit Anbauten, darin Schleppflugzeuge BO 209 Monsun und DR 400 Remorquer und sechs Segelflugzeuge Twin Astir, Ka 8 b, Jeans Astir, ASW 20, ASW 24 und Discus plus sechs Segelflugzeuge und ein Motorsegler im Besitz von Mitgliedern.

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