Neues aus unserer Jugend

Fluglager August 2014

Das Schuljahr neigt sich dem Ende und der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die perfekte Zeit für ein Fluglager. Wie jedes Jahr haben die Flugschüler wieder ein Fluglager organisiert. Die Termine abgestimmt, Fluglehrer gefragt ob sie ihre Zeit opfern möchten, und zu guter Letzt auch gecheckt ob überhaupt Windenfahrer, Flugleiter etc. anwesend sind. Da bietet es sich natürlich an, sich bei der Akaflieg einzuklinken, die in der ersten Augustwoche auch immer ein Fluglager haben. Am Ende bleibt schließlich nur noch das bangen, ob überhaupt fliegbares Wetter herrscht.

Unser Motorsegler über der Zugspitze

Aber der Wettergott meint es gut und die Regenwolken verziehen sich fürs erste einmal. Also wird mit der gesamten Überlebensausrüstung angerückt: Zelt, Proviant, Schlafsack und jeder Menge gute Laune.  Nachdem alles verstaut ist kann es auch schon losgehen: Die Halle mit den kunstvoll ineinander verschachtelten Fliegern wird ausgeräumt, die Schulungsflieger (ein Twin Astir, ein Jeans Astir und die K8) werden gecheckt und dann geht es auch schon los. Die Flieger werden zur Startstelle geschoben, es wird ausgemacht wer nach wem starten darf, die Fallschirme angelegt und das finale O.K. vom Fluglehrer eingeholt. Flugschüler, welche bereits „Freigeflogen“ (ohne Lehrer geflogen) sind schließen die Cockpithaube und starten. Wer gerade nicht fliegt läuft wieder zurück in Richtung Hangar, um die gelandeten Flieger wieder zur Startstelle zu schieben. Und wenn gerade besonders viele Flugschüler am Boden sind kann der eine oder andere sich in das Seilausziehfarzeug , bei den Segelfliegern Lepo genannt hocken und die Seile für die nächsten Piloten wieder ausziehen, die die Segelflugseilwinde zuvor beim Start eines Segelfliegers eingezogen hat.

Es gehört wohl zu den schönsten Dingen die man  machen kann: Alleine in einem Segelflieger zu hocken, sich in der Thermik höher und höher zu schrauben und die Natur von oben zu genießen. Wunderbare Ausblicke bieten sich aus dem Cockpit und sind durch nichts in der Welt zu toppen.

Nach einem wunderbaren Flugtag werden die Flieger wieder geputzt und zurück in die Halle geräumt und beratschlagt was man heute Abend denn essen könnte. Die Wahl fällt bei solch wunderbarem Wetter nicht schwer. Der Grill wird herausgeholt und angeheizt. Während das Fleisch langsam vor sich hin brutzelt sitzt man gemütlich vor dem Clubheim und genießt den schönen Abend. Nach dem Essen kann man es sich auch nicht verkneifen nochmal ein Lagerfeuer zu machen und sich vom Fluglehrer und anderen Piloten Fliegergeschichten erzählen zu lassen. Irgendwann erhebt man sich vom gemütlichen Feuer um müde und geschafft vom Fliegen in sein Zelt zu krabbeln und bis zum nächsten Morgen tief und fest zu schlafen.

Aber natürlich meint es das Wetter nicht immer so gut und es kann auch vorkommen, dass es einmal einen ganzen Tag regnet. Das ist aber kein Grund gleich nach Hause zu fahren. Ganz im Gegenteil, es bietet sich auch einmal wieder die Gelegenheit für die Theorieprüfung zu üben. Denn Segelfliegen besteht nicht nur aus dem fliegen, auch eine gute Kenntnis der Regeln/Lufträume und des Flugzeuges ist gefragt, wenn man sich sicher im Luftraum bewegen will. Auch kleine Reparaturarbeiten bieten sich natürlich an solchen Tagen an. So kann beispielsweise der Steuerknüppel einmal wieder einen frischen Farbanstrich bekommen oder das Cockpit einmal richtig ausgeschraubt werden.

Nach einer Woche überwiegend sehr schönem Wetter neigt sich leider das Fluglager wieder dem Ende zu, aber man kehrt randvoll mit wunderbaren Eindrücken und jeder Menge Fotos heim und freut sich bereits auf den nächsten Tag am Flugplatz.

An dieser Stelle einmal einen herzlichen Dank an alle Fluglehrer, die ehrenamtlich uns Flugschülern das wohl schönste Hobby der Welt beibringen und viel Zeit für uns opfern und natürlich auch an alle anderen unzähligen Leute, ohne die der Flugbetrieb nicht möglich wäre. 

Willst du auch einmal wissen wie es sich anfühlt die Welt aus einem Segelflugzeug zu betrachten? Komm einfach einmal am Flugplatz vorbei und frag nach einem Schnupperflug. So etwas klappt meistens auf die Schnelle und bleibt sicher für immer in Erinnerung.

 

Felix Ader

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